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Lithographie für Mikrochips: Ingenieurarbeit am Rande des Machbaren

Auch in unserer hochtechnisierten Zeit gibt es noch Gebiete, in denen Ingenieure technisches Neuland erschließen können. Bei ASML zählen Forschung und Entwicklung zu den wichtigsten Geschäftsbereichen, denn das Unternehmen lebt vom technischen Fortschritt. Das niederländische Unternehmen sucht daher laufend junge, engagierte Akademiker.

ASML entwickelt, fertigt und vertreibt Lithographieanlagen für die Produktion von Mikrochips. Diese Maschinen drucken die Muster, auf denen später die Schaltkreise der Chips aufgebracht werden. Die Herausforderung liegt dabei in der fortschreitenden Miniaturisierung der Prozessortechnologie. Die Strukturen auf dem Silikon sind nur noch einige Nanometer klein. Dennoch setzt sich der Trend zu noch winzigeren Schaltelementen ungebremst fort. Jeder so genannte „Technologieknoten“ stellt die Forscher und Entwicklungsingenieure vor neue Herausforderungen. Kontinuierlich arbeiten sie daran, die Grenzen des technisch Machbaren zu erweitern. Dabei arbeiten Vertreter der verschiedenen Wissenschaften eng zusammen: Physiker, Elektroingenieure, Chemiker, Softwareentwickler und Maschinenbauer tauschen in interdisziplinären Teams ihre Ergebnisse und Erfahrungen aus. Neue Herausforderungen entstehen dabei oft aus der Arbeit selbst, denn im Rahmen der Forschung treten neue Aspekte auf, für die spezifisches Fachwissen notwendig ist.

Ungewöhnliche Ansätze sind gefragt
„Wir bieten unseren Wissenschaftlern und Ingenieuren bewusst viel Freiraum für ihre persönliche Entwicklung“, sagt Walter van Ruijven, Recuitment Manager Europe bei ASML. „Neben der fachlichen Kompetenz sind uns Einsatzbereitschaft und Flexibilität besonders wichtig.“ Wer an neuen, bahnbrechenden Technologien arbeitet muss sich einerseits voll und ganz auf die Aufgabenstellung konzentrieren, aber andererseits auch den Mut zu ungewöhnlichen Ansätzen mitbringen. Diese Fähigkeit sieht van Ruijven besonders bei jungen Akademikern, die im Gegensatz zu ihren etablierteren Kollegen noch nicht so stark in die gängigen Denkmuster eingebunden sind. Für ASML ist es daher auch wichtig, in den Teams die richtige Mischung aus erfahrenen Forschern und jungen Querdenkern zu finden. „Wir fördern die persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter, sodass sie ihre Zukunft  an ihren persönlichen Fähigkeiten ausrichten können“, erklärt van Ruijven. „Einige wollen ihre Laufbahn im technischen Bereich weiterverfolgen, während andere eine Karriere im Projektmanagement einschlagen. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir diese Kollegen dabei unterstützen, ihre Führungskompetenz zu erkennen und weiter zu entwickeln.“ Neben der Zentrale im niederländischen Veldhoven arbeitet ASML auch in Asien und den USA an neuen Technologien. Die Forschungszentren in Connecticut und Kalifornien, sowie die Technologiestandorte in Japan, Korea, Taiwan und den Vereinigten Staaten bieten Interessierten die Gelegenheit, ihre Erfahrungen durch einen Auslandsaufenhalt auszuweiten.

Das Geschäft zieht wieder an
Zyklische Branchen wie die Chipindustrie waren für die aktuelle Wirtschaftskrise besonders anfällig. Dennoch sieht sich ASML als „sichere Bank“. Das Unternehmen ist mit einem Anteil von 65 Prozent unangefochtener Weltmarktführer in seiner Branche. Zudem sind die Niederländer allein von der Natur ihres Produkts aus gewohnt, langfristig zu denken. Wurde eine Lithographiemaschine einmal beim Kunden installiert, ist sie mehrereJahre im Einsatz. In dieser Zeit sind mindestens drei Generationen von Mikrochips in den Markt eingeführt worden.

Nachdem die Chip-Hersteller neun Monate lang nur zögerlich investiert hatten, sind die Auftragseingänge bei ASML im dritten Quartal 2009 sprunghaft angestiegen. Im vergleich zum zweiten Quartal konnte der Umsatz verdoppelt werden. Die Unternehmensführung sieht darin erste Zeichen für eine Erholung des weltweiten Mikrochip-Marktes.

Das wirkt sich auch auf die Personalpolitik aus. Aktuell sollen rund 45 neue Stellen besetzt werden. „Als Berufseinsteiger haben bei uns momentan vor allem Ingenieure und Spezialisten für embedded Software gut Chancen“, sagt Walter van Ruijven. „Das bedeutet aber nicht, dass Bewerber aus anderen Fachbereichen zurzeit keine Chancen haben. Unabhängig von der wirtschaftlichen Situation gilt das Hauptinteresse unserer Kunden stets neuen Möglichkeiten, immer kleinere Mikrochips  immer schneller und kostengünstiger herzustellen. Und wir brauchen ständig Menschen, die das möglich machen und dafür die Grenzen des technisch Machbaren  kontinuierlich zu erweitern.“

 
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